Brauche ich im Urlaub eine Krankenversicherung?

Die kurze Antwort hier ist: Ja. Wer nämlich im Ausland erkrankt und nicht versichert ist, muss für anfallende Kosten selbst aufkommen und das kann wirklich teuer werden. Gerade in den USA sind die Preise für Behandlungskosten unglaublich hoch und man geht ohne eine entsprechende Krankenversicherung ein enormes finanzielles Risiko ein. Das Gute ist, dass Sie eine Auslandskrankenversicherung immer nachholen können, solange Sie sich noch im Inland befinden. Man sollte wissen, dass bei so manchen Services eventuell schon eine Reiseversicherung mit inbegriffen ist. Bei vielen Kreditkarten oder dem ADAC gibt es zusätzliche Leistungen, denen viele sich nicht bewusst sind. Deshalb, bevor Sie eine Auslandskrankenversicherung beantragen, erst einmal prüfen, ob diese nicht vielleicht sogar schon existiert.

Vorweg soll erwähnt sein, dass falls es aus welchem Grund auch immer zu Rechtsfragen bzgl. der Versicherung kommen sollte, können Sie sich u.a. auf hahne-becker-partner.de im Bereich Versicherungsrecht beraten lassen.

Falls Sie in naher Zukunft eine Reise außerhalb Europas geplant haben, sollten Sie wissen, dass es durchaus sinnvoll ist eine Auslandskrankenversicherung zu besitzen. Auch wenn man sonst nie krank ist oder schon lange keinerlei Unfälle mehr gehabt hat, heißt das nicht, dass das im Ausland so bleibt. Häufig unternimmt man im Urlaub nämlich Dinge, die man sonst nicht tut. Bergsteigen, Klettern oder Surfen. All diese Dinge könnten dazu führen, dass Sie sich etwas brechen, Probleme mit zu viel Sonneneinstrahlung bekommen oder wegen schlechten Lebensmitteln erkranken. Ein Nottransport per Krankenwagen oder Hubschrauber kann dann sehr teuer werden und Medikamentenpreise sind oft auch nicht ohne.

Auch innerhalb von Europa hat die gesetzliche Krankenversicherung diverse Einschränkungen und man wird außerhalb von Deutschland zwar normal behandelt, erhält aber meist "nur" das länderspezifische Niveau, welches oft unter dem von Deutschland ist und manche Leistungen, die man hier gewohnt ist, werden überhaupt nicht erstattet. Darunter fallen z.B. bestimmte Zahnbehandlungen und Medikamente.

Aufgrund dessen, lohnt es sich (ggfs. zusätzlich) eine private Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Diese sind nicht allzu teuer und häufig mit ein paar Euro im Jahr bereits abgedeckt. Diese ist natürlich hauptsächlich für Notfälle gedacht und kommt für stationäre oder ambulante Aufenthalte sowie (Zahn-)Operationen und Medikamente auf. Weiterhin greift die Auslandskrankenversicherung auch bei einem Rettungsdiensttransport ins Krankenhaus und alle notwendigen Leistungen, die damit verbunden sind.

Die meisten Angebote für Auslandsversicherungen gelten für ein Jahr und für Einzelpersonen können die Preise sich schon auf nur knapp 10 Euro belaufen. Familien zahlen da eher das doppelte oder mehr, was jedoch trotzdem nicht als zu teuer anzusehen ist. Meistens muss man die Bezahlung für minimale Behandlungen auslegen und bekommt diese anschließend von der Versicherung zurückerstattet. Größere Behandlungen werden direkt übernommen. Die Dauer, die man unter Versicherungsschutz im Ausland verbringen kann ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, aber in der Regel sind um die 45 Tage normal und 70 Tage die Obergrenze. Wie oft sie innerhalb des Jahres verreisen, ist dabei meistens egal. Bei längeren Reisen, muss man eine spezielle Auslandskrankenversicherung beantragen und ggfs. mehr Kosten tragen.

Gute Angebote finden Sie u.a. bei Ergo Direkt, der Halleschen oder der Hanse Merkur für Einzelpersonen. Familien sollten sich eher den Travel Secure Tarif der Würzburger anschauen oder auch bei der Hanse Merkur umsehen. Senioren sind u.a. bei der INTER Versicherungsgruppe und der Debeka gut aufgehoben. Aber auch hier gibt es natürlich immer wieder neue und bessere Angebote, weshalb Sie stets mehrere Angebote vergleichen und sich erst dann endgültig entscheiden sollten.

Abschließend kann man sagen, dass es so gut wie immer sinnvoller ist, eine Krankenversicherung für den Auslandsaufenthalt abzuschließen. Auch wenn es nur dafür ist, um sicherzugehen, es gilt: Better safe than sorry.